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«Ein anderes Gesicht des Islam»

Lesungen mit Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen

Jürgen Wasim Frembgen liest aus seinen Büchern Nachtmusik im Land der Sufis. Unerhörtes Pakistan und Am Schrein des roten Sufi. Fünf Tage und Nächte auf Pilgerfahrt in Pakistan und erzählt von seinen Erfahrungen in den Welten des Islam. Häufig tritt der Ethnologe gemeinsam mit Musikern aus den Sufi-Regionen auf.

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Autor und Bücher

In seinem neusten Buch Nachtmusik im Land der Sufis konzentriert sich der Münchner Ethnologe und Museumskurator Jürgen Wasim Frembgen in seinem neuen Buch auf seine Erlebnisse mit der spirituellen Musik des Volksislams in Pakistan. Das Buch umfasst fünf faszinierende Schilderungen von den wilden Pilgerfesten der Derwische und Fakire, von ekstatischen Trancenächten an Heiligenschreinen und dem kontemplativen Hör­genuss hochvirtuoser Konzerte in den privaten Musik­zimmern von Lahore.

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Rechts im Bild wohlbekannte Charaktere aus den Büchern: Der Wanderderwisch Arif Sain, Dr. Ashfaq Khan und Jürgen Wasim Frembgen im März 2011 in Lahore (zum Vergrößern bitte Lupe anklicken).

 

2008 ist J. W. Frembgens sehr persönlicher Erzählbericht über seine Reise zu den brodelnden heiligen Stätten in Sehwan Scharif in Pakistan erschienen. In der Provinz Sindh, dem Kernland der islamischen Mystik, wird alljährlich ein dionysisches Fest gefeiert: ein einwöchiger Exzess rauschhafter Spiritualität zu Ehren des roten Sufi, des mythenumrankten Wunderheiligen Lal Schahbas Qalandar (gest. 1274).

Am Schrein des roten Sufi zeigt ein hierzulande wenig beachtetes, freudvolles Gesicht des Islam, geprägt von Toleranz, Gemeinschaftsgefühl, Rausch und Hingabe. Spannend und farbig schildert der Ethnologe seine Begegnungen mit skurrilen heiligen Männern, Wanderderwischen, Trancetänzerinnen und Hidschras und berichtet schließlich vom eigenen Hineingezogenwerden in den musikalischen, archaischen, spirituellen Sog der gemeinschaftlichen Ekstase. Es entsteht ein Sittengemälde islamischen Volksglaubens von bleibender Eindrücklichkeit.

 

Der Waldgut-Autor, Leiter der Orient-Abteilung am Staatlichen Museum für Völkerkunde München und Professor für Religions- und Kulturgeschichte des Islam an der Universität München Prof. Dr. Jürgen Wasim Frembgen (bitte anklicken).

BR 2: Jürgen Wasim Frembgen
im Gespräch mit Wilhelm Warning
gesendet am 24.2.2011, Bayern 2
in der Reihe Kulturwelt Zum Podcast

Lesen Sie J. W. Frembgens Zeitschriftenbeitrag zur Situation der Sufi-Pilger in Pakistan (bitte auf Titel klicken!)

Icon Bedrohte Sufis (270KB)
J. W. Frembgen



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At the Shrine of the Red Sufi

Bei der Oxford University Press Pakistan erschien 2011 die englische Ausgabe des Waldgut-Buches Am Schrein des roten Sufi.
Der Verlag schreibt in seinem Klappentext: «The narrative combines ethnographic “thick description” with a literary approach. This book is recommended for people interested in Islam, the lived Sufi tradition, Pakistan in general as well as literature reflecting quotidian Pakistani life.»
Bestellen kann man At the Shrine of the Red Sufi. Five Days and Nights on Pilgrimage in Pakistan auf der Seite des Verlags (bitte Titel anklicken).

 
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Die «Book Launch at the Shrine» in Karachi im März 2011 (zum Vergrößern bitte Lupe anklicken).

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Autogrammstunde nach der Lesung aus At the Shrine of the Red Sufi in der Deutschen Botschaft in Islalamad im März 2011 (zum Vergrößern bitte Lupe anklicken).

 

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Zwei Dokumentarfilme zu "Am Schrein des roten Sufi"

Jürgen Wasim Frembgen begleitete die Fernsehsender 3Sat und WDR nach Pakistan. Ausgehend von seinen Schilderungen im Buch «Am Schrein des roten Sufi» entstanden zwei eindrückliche Dokumentarfilme.

Der Dokumentarfilm von WDR und 3Sat heißt Der rote Sufi – Rausch und Ekstase in Pakistan. Er wurde 2010 auf verschiedenen Filmfestivals sowie im Fernsehen vorgeführt. Termin der Erstausstrahlung im Fernsehen war der 14. August 2011 auf 3Sat.

Pressetext 3Sat, Der rote Sufi:
Islamistische Anschläge und Terrorcamps, dieses Bild vermitteln die Medien von Pakistan. Doch es gibt auch eine ganz andere Seite des Landes, denn Pakistan ist Kernland des Sufismus in der muslimischen Welt. Die Sufis stehen für einen mystischen und friedlichen Islam, Gewalt lehnen sie ab. Ein religiöser Höhepunkt der Sufis ist das rauschhafte Fest zu Ehren des Sufi-Heiligen Lal Shahbaz Qalandar in dem Städtchen Sehwan Sharif im Süden Pakistans. Während des Festes verwandeln über eine halbe Million singende und tanzende Pilger die 30.000 Einwohner große Stadt alljährlich in einen Ort der Ekstase. Schiiten und Sunniten, Hindis und Christen sind mit dabei, Arme und Reiche, selbst Ausgegrenzte wie Transvestiten vermischen sich an den fünf Tagen der „Mela“ und bringen die ganze Stadt zum Tanzen. Am Fest wird erkennbar, wie der mystische Islam den Taliban und der Orthodoxie seine überschäumende Daseinsfreude entgegensetzt.
Der Dokumentarfilm „Der rote Sufi“ von Martin
Weinhart, den 3sat in Erstausstrahlung zeigt, begleitet den Münchner Ethnologen Jürgen Wasim Frembgen bei diesem Fest. Er führt in eine Welt
sinnlich-religiöser Verzückung und zeigt dabei eine unbekannte Seite des Islams.

Icon Infoblatt 3Sat (523KB)
Bitte anklicken!

Der Dokumentarfilm für WDR Weltweit des Regisseurs Martin Weinhart heißt Love and Peace in Pakistan – Eine Reise zum roten Sufi. Die Erstausstrahlung war am 1.12.2009 im WDR Fernsehen.

 

Pressetext BR: Love and Peace in Pakistan – Eine Reise zum roten Sufi
Wegen der geballten schlechten Nachrichten steht ein ganzes Volk unter Generalverdacht. Der Film aber zeigt die andere Seite dieses Landes. Wir begleiten Dr. Jürgen Wassim Frembgen auf der größten Pilgerfahrt Südostasiens nach Sewan zum Schrein des Wunderheiligen Lal Shabaz Qalandar.
Kein Heiliger wird in Pakistan so geliebt wie der tanzende Sufi. Sein Todestag wird wie eine Hochzeit gefeiert. Schiiten und Sunniten, Hindis und Christen, Arrivierte und Außenseiter, Frauen und Hidschras (Vertreter des dritten Geschlechts), Arme und Reiche vermischen sich an den fünf Tagen der "Mela" und bringen die ganze Stadt zum Tanzen.
Der Islam-Experte Jürgen Wassim Frembgen hat einen persönlichen Erfahrungsbericht über dieses ekstatische Heiligenfest geschrieben, er kennt das Land und agiert als Vermittler, der dem westlichen Publikum die lebendige Vielfalt dieser pakistanischen Volkskultur näher bringt. "WDR weltweit" konnte erleben, wie die pakistanischen Pilger ihre Kultur mit Hingabe, Rausch und Ekstase gegen den Terror der Tugend behaupten. (Text und Bild WDR, das Foto zeigt Jürgen Wasim Frembgen zusammen mit dem Regisseur Martin Weinhart bei den Dreharbeiten in Pakistan.)

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