«Corinna Bille ist die größte Dichterin des Landes», schrieb Jacques Chessex, als 1968 «Schwarze Erdbeeren» erschien. Mund voll Erde, Mund voll Liebe – was hier als Titel einer dieser elektrisierenden Erzählungen steht, könnte als Programm gelten für die Bourse Goncourt de la noevellemit dem Preis für Kurzgeschichten ausgezeichneten Autorin. Und dann berührt einen, unter vielem anderen, noch etwas ganz hautnah: die zurückhaltende und zugleich drängende Erotik der Sinne und der Körper – auch da ist Corinna Bille einsame Faszination.