Rabenschwarz, furios, scharf wie immer kommen die Texte von Jürg Federspiel an. Mit schöpferischer Verve dichtet er seine Themen, oder schreibt gegen sie an – den Schmerz, die Überheblichkeit, den Sumpf der Gefühle und schlechter Gedanken, die Einsamkeit im Übertrieb, den Tod. Die zuweilen fast barocken Töne von früher werden schlanker, und manchmal spürt man etwas wie Melancholie im Hintergrund – oder es ist das Wissen um das Vergebliche des Wartens, vieler Hoffnungen und Revolten.