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Echo an Sappho (in Produktion)

Jesper Svenbro

Echo an Sappho (in Produktion)

Gedichte & Essays

Übersetzung aus dem Schwedischen von Lukas Dettwiler
Mit einer CD mit Sappho-Vertonungen von Conrad Steinmann, vorgetragen vom Ensemble Melpomen auf historischen Instrumenten
Mit Gedichten in Schwedisch und Deutsch von Jesper Svenbro und Essays von Jesper Svenbro, Conrad Steinmann und Beat Brechbühl sowie einer Einleitung von Lukas Dettwiler

Waldgut Verlag, Frauenfeld 2010

lektur (le)

Broschurband, 88 Seiten

ISBN 978-3-03740-396-9

Preis CHF 30.00

Preis EUR 18,00

 

Die neue Reihe: lektur sappho&hafis – Poesie vom Balkan bis Persien.
Klassische und moderne Poesie aus Sprachen des Balkans und Vorderasiens.
Herausgegeben von Beat Brechbühl und Sinan Gudžević in der Reihe lektur.


In der Definition der neuen Poesie-Reihe Sappho&Hafis steht «… Poesie aus den Sprachen des Balkans und Vor­der­asiens». Und nun beginnt die Reihe schon mit einer Ausnahme (weitere Über­raschungen sind geplant): Schwe­disch ist die Sprache, in der die eine Namens­ge­be­rin der Poesie-Reihe gewürdigt wird – Jesper Svenbro ist einer der berühmtes­ten Lyriker Schwedens und zugleich einer der besten Kenner der altgriechischen Literatur. Seine Sappho-Fragmen­te sind sowohl eine Hommage an die «größte Dichterin des Altertums» als auch die kreative dichterische Verbin­dung zwischen der Dichtung aus dem sechsten vorchristlichen Jahrhun­dert und der Welt von heute. In seinem den Gedichten beigefügten Essay «Ich schreibe, also werde ich sterben» zeigt Svenbro in begeisternder Manier die Schlüsselstelle auf, an der erstmals orale Literatur aufgeschrieben worden ist, nämlich von Sappho. Sappho transkibierte ihre Gesänge in ein neues Medium, in die geschriebene Sprache. Erstmals gab also eine Dichterin ihre Texte von sich weg an einen Leser oder eine Leserin. Sapphos Gedichte sind ihre Töchter. Sie würde mit ihren gesungenen und gespielten Liedern sterben, die geschriebenen Texte würden weiterleben in den LeserInnen. Die Gedichte «Sappho-Fragmente» sind nicht Anlehnungen an die Gesänge Sapphos; sie sind selbständige Bilder aus unserer Gegenwart mit Kriegen, Eroberungen, persönlichen Gefühlen, politisch-gesellschaftlichen Anliegen, die immer wieder über die Jahrhunderte an Sappho anklingen, Beziehungen herstellen mit dieser so ganz andern, scheinbar fernen und schließlich doch uns nahen Welt.

 

 
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